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Verein der Priwall-Wochenendhausbesitzer
e.V. 31. Oktober 2006 Hansestadt Lübeck - Bereich Stadtplanung -
5.610 23539 Lübeck E-Mail: volker.molitor@luebeck.de Gewerbliche Ferienhausanlage Priwall Sehr geehrte Damen und Herren, im Rahmen der öffentlichen Anhörungen zum Flächennutzungsplan und Bebauungsplan für die „Gewerbliche Ferienhausanlage Priwall“ haben wir mit Schreiben vom 23. Januar 2006 dazu Stellung genommen und Einwände und Bedenken vorgetragen. Unter Angabe von Gründen haben wir uns ganz besonders eingesetzt für die Erhaltung des von so genannten „Grünen Weges“ Als Ziele des Freiflächenkonzeptes und des Grünordnungsplanes war nach unserer Kenntnis ein: · „Weitgehender Erhalt der Wald- und Gehölzbestände an den Rändern des Baugebietes, Erhalt und Entwicklung der parkartigen Baumgruppen im Zentrum (u.a. als Brut und Winterschlafplätze der streng geschützten Waldohreule) und eines öffentlichen Grünstreifens“ zwischen der TEG-Priwall-Wochenendhaussiedlung und der Ferienhausanlage Priwall von der Mecklenburger Landstraße bis zum Dünen- / See-Weg. Diese angestrebten Ziele und Festschreibungen wurde nach unseren Feststellungen jetzt bei dem Bau der Ferienhausanlage offensichtlich nicht eingehalten und beachtet, wie durch einfache Augenscheinseinnahme festgestellt werden kann. 1. Nach den bisher durchgeführten Baumfäll- und Rodungsarbeiten kann u.A.n. im Baubereich von einem Kahlschlag ausgegangen werden, insbesondere auch im Bereich des Grünen Weges und des Grünstreifens. 2. Im Bereich des geplanten öffentlichen Grünstreifens wurden u.E. nach Art und Umfang genehmigungspflichtige Grenzbebauungen durchgeführt. Davon bei den bis 1,50 - 1,60 m hoch aufgeschütteten Sandwällen ausgegangen werden. Begründend verweisen wir auf Foto`s in www.priwall.net/siedlung/eigent/fewosi/. Es wurden vermutlich absichtlich vollendete Tatsachen geschaffen, ohne z.B. die erforderliche Zustimmung des Nachbarn (das ist die TEG-Gemeinschaft Priwall-Wochenendhaussiedlung, vertreten durch die TEG-Verwaltung Denker GmbH ) für eine derartige Einfriedigung im Grenzbereich vorher einzuholen).
Für uns besteht begründeter Anlass, die Verwaltung der Hansestadt Lübeck, Fachbereich Stadtplanung, um Stellungnahme zum dargelegten Sachverhalt und Beantwortung folgender Fragen zu bitten: A. Hat die Projektgesellschaft Priwall Strand mbH die Bestimmungen und Vorgaben ausweislich des Flächennutzungs- und des Bebauungs-Planes eingehalten? B. Wurden Abweichungen von den in Kraft getretenen Plänen, insbesondere der vorgenommene Kahlschlag und die durchgeführten Bebauungen („Einfriedigungen“) im vorstehend erwähnten Grenzbereich vorher beantragt und vom Bereich Stadtplanung vor Beginn der Arbeiten genehmigt? C. Billigt oder missbilligt der Fachbereich Stadtplanung die geschaffenen vollendeten Tatsachen im Bereich des Baugebietes Ferienhausanlage Priwall? Wir jedenfalls fordern die strikte Einhaltung und Beachtung des Flächennutzung-, des Bebauungsplanes und des NachbarrechtsG auch für die Ferienhausanlage sowie den Bau des zugesagten Verbindungsweges zwischen Wochenend- und Ferien-Haus-Anlage. Wir unterstützen die gegenüber der Projektgesellschaft Priwall Strand mbH geltend gemachte Forderung der TEG-Gemeinschaftsverwaltung Denker GmbH (mit Schreiben vom 20.10.2006) auf Rückbau des „Grenzwalles“ zur Priwall-Wochenendhaus-Siedlung zwischen Seeweg und Waldweg. Die nachfolgend im „Verteiler“ aufgeführten Interessenverbände, Institutionen und Personen, die eine Ausfertigung dieses Schreibens zugestellt erhalten, bitten wir, uns bei der Wahrnehmung unserer berechtigten Interessen in diesen Angelegenheiten zu helfen und zu unterstützen. Mit freundlichen Grüßen Verein der Priwall-Wochenendhausbesitzer e.V. Ulrich Klempin Verteiler: Bürgermeister Bernd Saxe; Bürgerschaftsfraktionen CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN; FDP; BUND e.V., NABU e.V., Gemeinschaft der Priwallbewohner e.V.; Arbeitsgruppe Natur Priwall; Heimbeirat Rosenhof; TEG-Verwaltung Denker GmbH; priwall.net; Lübecker Nachrichten; Wochenspiegel Lübeck/Küste;
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