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1. März 2006
Parkleitsystem in Travemünde Sehr geehrter Herr Dordowsky, sehr
geehrte Damen und Herren, den Bericht in den LN vom 11. März
2006, S. 12, 503 000 Euro Fördermittel aus Kiel für ein neues
Parkleitsystem in Travemünde nehmen wir zum Anlass, dazu wie
folgt Stellung zu nehmen: Die Absicht, in Travemünde für viel Geld (660.000 Euro,
davon 503 000 Euro aus Landesmitteln) ein neues Parkleitsystem installieren zu wollen, mag löblich
sein, schafft aber noch keine öffentlich zugänglichen Parkplätze in
ausreichender Anzahl, insbesondere nicht auf dem Priwall. Für den Bau der geplanten „Parkpalette“ mit ca. 200 Parkplätzen
auf dem Gelände des ehemaligen Priwall-Krankenhauses gibt es erklärtermaßen
kein Geld und keinen Zeitplan. Stattdessen haben die Stadtwerke jetzt Fährgebühren für
Fahrräder wieder eingeführt, die bisher kostenlos befördert wurden. Dadurch
werden die kosten- und umweltbewussten Priwallbesucher, die ihr Auto in
Travemünde ließen und mit dem Fahrrad zum Priwallstrand gefahren sind,
bestraft. Wie dieses Verhalten der Stadt mit ihrem Versprechen im Einklang
stehen soll, den Priwall als Volksbad erhalten zu wollen, ist nicht nur für uns
nicht nachvollziehbar. In die Priwall-Landschaft passen nach Meinung der
städtischen Politiker offensichtlich besser Feriendörfer mit dänischen
Luxusferienhäusern, die von der Stadt in erheblichem Umfang subventioniert werden,
indem enorme Nachlässe auf die marktüblichen Grundstückspreisen gewährt werden,
die auch von der Hansestadt Lübeck für andere Priwallgrundstücke gefordert und
erzielt wurden. Mit freundlichen Grüßen und verantwortlich: Verein der
Priwall-Wochenendhausbesitzer e.V. Ulrich Klempin, Vorsitzender“
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